nach dem motto: zum fremdschämen......

Quelle: Frankfurter Rundschau
Der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD bei der Kommunalwahl in Altenstadt (Wetteraukreis), Stefan Jagsch, hat einen schweren Verkehrsunfall erlitten. .....er war auf der Bundesstraße zwischen Altenstadt und dem benachbarten Büdingen mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Die ersten Helfer, die sich um ihn gekümmert und ihn aus dem Auto gezogen hatten, waren zwei syrische Flüchtlinge gewesen, die zufällig am Unfallort vorbeigefahren waren.
Stefan Jagsch hatte noch Ende Januar an einer Neonazi-Demonstration in Büdingen teilgenommen, bei der die rechtsradikale Aktivistin Melanie Dittmer Asylsuchende unter anderem als „Invasoren“, „sozialschmarotzende Touristen“ und „gesetzlose Primaten“ bezeichnet hatte.

Dass ein NPD-Politiker ausgerechnet von syrischen Flüchtlingen gerettet wurde, weckt bundesweit Interesse und zynische Heiterkeit in den sozialen Netzwerken. „Jetzt nehmen einem die Ausländer sogar die Erste Hilfe weg“, schrieb ein Nutzer auf der Facebook-Seite der FR. „Wenn er dadurch seine Einstellung gegenüber Asylbewerbern ändert, dann hatte der Unfall ja sein Gutes“, kommentierte eine andere Leserin. Und ein weiterer Nutzer schrieb: „Das Schicksal hat Humor.“
Der hessische Landtagsabgeordnete Kai Klose (Grüne) verbreitete die Nachricht via Twitter und versah sie mit einem Kommentar: „Aus der Reihe ,Geschichten, die Du besser nicht erfinden kannst...‘“. Das linke „Blockupy“-Bündnis ließ sich auf Twitter ebenfalls zu einem zynischen Kommentar hinreißen: „Deutschland wird von außen zivilisiert: Refugees aus Syrien leisten Erste Hilfe für verletzten NPD-Kader.“
Quelle: rp-online
Jagsch selbst ging ein einfaches "Danke" allerdings nicht über die Lippen. Er könne "weder bestätigen, dass es ein syrischer Flüchtling war, der mich aus dem Fahrzeug gezogen hat, noch widerlegen!" Auch den Wahrheitsgehalt der Medienberichte zweifelte er in einem öffentlichen Facebook-Post an.
quelle: http://www.rp-online.de/
Zur Tatsache, dass ihn zwei Flüchtlinge aus seinem Auto zogen, erklärte er: “Wenn es so war, ist es lobenswert, dass mir syrische Flüchtlinge geholfen haben”, so Jagsch. “Aber wenn ich das in der Zeitung lese, ist das für mich noch keine Tatsache.”

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grüße von mia