+ Antworten
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Laßt uns was basteln!

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Erfahrener Händler Avatar von Salatschnecke
    Registriert seit
    01.06.2015
    Ort
    Die Stadt mit 3 O
    Beiträge
    238
    Blog-Einträge
    11

    Laßt uns was basteln!

    Ich eröffne mal ein neues Thema für die Veröffentlichung von diversen Bastelprojekten.

    Jeder der hier seine Ideen teilen möchte kann sich hier frei entfalten. Vielleicht findet ja der ein oder andere eine Idee zum Nachmachen?!





    Hallo zusammen,

    hier veröffentliche ich wie gewünscht meine Weihnachtsbastelei.

    Ihr braucht: eine Dekupiersäge, Pappelsperrholz 4mm und 10mm dick, Holzperlen Durchmesser 15mm, Einschraubgewinde 4mm, Gewindestange 4mm, Butterbrotpapierzuschnitte, Holzkaltleim, Bohrmaschine und versch. Bohrer, Schleifpapier, Schraubendreher, Bleistift, 2 adriges Kabel, eine Fassung E14, einen Kabelschalter, eine Glühlampe,ein Cuttermesser, viel Geduld, ne große Portion Zeit und eine zündende Idee.

    Zuerst die Motive (4) für die Seitenteile auf dem dünneren Sperrholz aufzeichnen und aussägen, danach die Teile beidseitig schleifen. Das Gleiche macht ihr mit Boden und Deckel. Dann die Profilleisten zuschneiden und die Gewindestangen in Stiften in die dafür gebohrten Löcher schrauben. Einschraubgewinde in die aufgebohrten Holzkugeln schrauben und die Seitenteile mit den Butterbrotpapierzuschnitten bekleben. Wenn der Leim trocken ist, überstehendes Papier mit dem Cuttermesser abschneiden. Nun müssen noch Löcher in Deckel und Boden für die Gewindestifte in den Profilleisten. Jetzt können die Profilleisten auf dem Boden montiert und die Seitenteile eingeschoben werden. Deckel drauf, fixieren nachdem die Fassung mit Glühlampe montiert ist - fertig. Denkt bitte an Löcher für den Abzug der Wärme im Deckel und im Boden für Frischluftzufuhr! Das Kabel, die Fassung und den Schalter müsst ihr natürlich auch vor der Montage zurechtfrickeln!!!

    Wenn alles fertig ist, sieht das Ergebnis dann so aus:
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken fertig.jpg‎  
    Geändert von Salatschnecke (30.11.2018 um 13:15 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Fortgeschrittener Händler Avatar von Tristão de Magalhães
    Registriert seit
    03.10.2012
    Ort
    Zypern
    Beiträge
    133
    Hübsch, sieht zudem echt professionell aus :-)

    Als handwerklich völlig Unbegabter scheidet eine derartige Bastelei allerdings für mich aus. Oder zumindest könnte ich das Ergebnis nicht verschenken, ohne dass der so Beschenkte jeglichen Kontakt zu mir abbrechen würde ^^
    Heimatstadt: Zypern
    Gilde: Grey Havens mit Sitz in Rabat
    Unser Forum: Venezianer (Mitgliedschaft erforderlich)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Erfahrener Händler Avatar von Salatschnecke
    Registriert seit
    01.06.2015
    Ort
    Die Stadt mit 3 O
    Beiträge
    238
    Blog-Einträge
    11
    Weihnachtsbastelei 2017

    Nachdem ich letztes Jahr wegen Umzug nicht dazu gekommen bin, dieses Jahr gleich 2 Basteleien.

    Thema für dieses Jahr: Vogelhäuser

    Da nicht jeder so Werkzeug wie ich im Keller hat, ein einfaches Vogelhaus und ein extravagantes.


    Vorab: Macht euch eine Skizze!!!

    Überlegt dabei auch, wo ihr das Vogelhaus aufhängen wollt und wie.
    Bei allen Arbeiten mit schnell laufenden Maschinen achtet auf Augenschutz und evt. Gehörschutz!!!
    Denkt bitte auch daran, dass ihr eure Finger meistens nur ein mal kürzen könnt.


    Vogelhaus 1 - Modell "Alpenhütte"



    Dafür braucht ihr:

    Leimholzbrett 30 x 20 cm (Boden)
    1 Latte ca. 3 x 4 cm (Dachstützen und Halterung für Anflugstangen)
    2 Streifen Sperrholz 30,6cm lang und ca. 3,5 bis 4 cm breit, 3mm dick (Rahmen)
    2 Streifen Sperrholz 20 cm lang und die gleiche Breite wie die beiden langen Streifen, 3mm dick (Rahmen)
    2 Sperrholzplatten ca. 30 x 40 cm, 3mm dick (Dach) ...je nachdem wie weit das überhängen soll, müsst ihr das Maß wählen...
    1 Profilholzleiste für Laternenbau 6-Eckig (Dach)
    1 Rundstab 1cm Durchmesser, ca. 60 cm lang (Anflugstangen)
    außerdem Bohrmaschine oder Akkuschrauber sowie Bohrer, Säge, Winkelmesser oder gleich eine Gehrungssäge, Holzkaltleim wasserfest, Schrauben, Schleifpapier, Schraubendreher, ggf. Hammer (damit kann man einen kleinen Schlag auf die angesetzten Schrauben geben - dann fädeln die besser an), evtl. Cuttermesser

    Sind alle Teile vorbereitet, dann sind die in der Regel innerhalb von 30 min montiert.

    Ein wenig mehr zeit solltet ihr für das einleimen der Dachteile in das Profilholz einplanen - der Leim sollte mindestens 1 bis 2 Stunden anziehen, aber auch noch nicht ganz ausgehärtet sein, damit sich alles noch ein wenig bewegen kann.

    Die Grundplatte könnt ihr euch im Baumarkt zuschneiden lassen, manchmal liegt auch das passende in der "Wühlkiste". Auch ein Stück Holzlatte könnt ihr dort meistens finden, genau so wie die Sperrholzstreifen, die sich mit einem scharfen Cuttermesser schneiden lassen (mehrmals entlangritzen).

    Die Latte Sägt ihr im 30°-Winkel ab, das andere Ende des Stückes 90° - das dann insgesamt 4 mal und fertig sind die Dachstützen. Die Länge richtet sich danach, wie hoch ihr das Dach vom Boden weg haben wollt.

    Montage:

    Bohrt bitte alles vor, wo später mal eine Schraube rein soll, damit sich die filigranen Teile nicht spalten. Wählt dazu einen Bohrer der 0,5 bis 1 mm dünner ist, als der Schaft des Schraubenkerns (also Material ohne Gewinde).

    1. Dachhalter (Lattenstücke 30°) am Boden in den Ecken von unten anschrauben
    2. Seitenteile (Sperrholzstreifen) als Rahmen anschrauben
    3. Haltelatten für die Landestange (Rundholzstab) von unten an die Bodenplatte schrauben
    Tipp: die halbrunden Aussparungen bekommt ihr hin, wenn ihr die beiden teile mit den Oberseiten mit Schraubzwingen gegeneinander drückt und genau in die Berührungsstelle ein Loch bohrt (Durchmesser 11mm, da der Holzstab in der Regel im Freien aufquillt)
    4. Rundholzer festschrauben
    5. das vorbereitete Dach auflegen und an die schräg abgesägten Dachhaltelatten schrauben
    Tipp: wenn ihr ein Stück Holz passender Höhe unter die Spitze des Daches stellt, dann rutscht es nicht so schnell weg



    Vogelhaus 2 - Model "Triangel"

    Für diejenigen, die den Keller voller Werkzeug und Maschinen haben und denen Variante "Alpenhütte" zu einfach oder zu langweilig ist...

    Ihr braucht:

    Material wie bei Modell "Alpenhütte", sowie eine Kapp- und Gehrungssäge um die nötigen schrägen sägen zu können (ich benutze eine Makita LS 1018L)

    Grundlage bildet die Bodenplatte welche ein gleichseitiges Dreieck mit 30cm Seitenlänge ist. Grundsätzlich wird mit dem dazu nötigen Winkel von 30° bzw. 60° konsequent weiter gearbeitet.

    Die 3 Dachteile werden im Winkel von 52° mit einer Schrägstellung der Säge von 30° gesägt. Auch bei den 3 Dachstützen ist Geschick gefragt damit das Dach eine Schrägstellung von etwa 30° erreicht. Diese sind aus 2 Teilen zusammengefügt, da ich grade nichts passendes in der richtigen Länge an Material vorrätig hatte. Der "Giebelstein" wird zum Schluss mit mit einer Möbelbauspezialschraube befestigt - von unten ein dreieckiges Gegenstück - um dem Dach die nötige Stabilität im Giebel zu geben, da die Konstruktion dort frei hängt... Die Möbelschraube besteht aus 2 Teilen, eine Seite hat ein Außengewinde, die andere ein Innengewinde.

    Für die Fertigung dieses Modells sollte man schon einiges gebastelt haben, denn hier liegt die Messlatte ein gutes Stück höher.

    Die Teile die ich angefertigt habe sehen so aus:


    PS: es fehlen die Profilleisten für das Dach...


    Wenn ihr alles montiert habt, dann könnte das Ergebnis dann so aussehen:



    Die Kantenlänge des Daches beträgt wegen der Form und des daraus resultierenden Überhanges 50cm!


    Tipp: die 10mm Rundhölzer sind in 11mm Löcher geschoben, da in der Regel das Holz im Freien aufquillt und sonst die Halterung reißen würde. In kleine vorgeborte Löcher werden Schrauben gedreht welche die Rundhölzer fixieren - vom Prinzip her so wie bei einer Gardinenstange.
    Geändert von Salatschnecke (01.12.2018 um 00:00 Uhr)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Erfahrener Händler Avatar von Salatschnecke
    Registriert seit
    01.06.2015
    Ort
    Die Stadt mit 3 O
    Beiträge
    238
    Blog-Einträge
    11
    Vogelfutterspender

    Heute möchte ich euch mein Projekt Vogelfutterspender vorstellen.

    Den hatte sich meine Frau für den Garten gewünscht, nachdem ich mit den Kindern Vogelhäuser gebaut und an ihren Fenstern aufgehängt habe.
    So kann sie nun die Vögel im Garten im Winter füttern, ohne 2 mal am Tag raus zu müssen um Futter nachzufüllen.

    Er soll 8-eckig werden und auf einem dreibeinigem Ständer stehen.

    Das Dach wird abnehmbar um eine Innenreinigung vornehmen zu können. Einen "Giebelstein" bringe ich oben an - den kann man herausnehmen und einen Trichter aufsetzen um von oben das Futter einzufüllen. (dazu habe ich den Salzeinfülltrichter eines alten Geschirrspülers ein wenig modifiziert)

    Damit wir ein solches Projekt umsetzen können, ist nicht nur 1 Tag Arbeit nötig. Durch die vielen Arbeitsschritte - vor allem die Vorbereitung der Seitenwände dauert es ein Weilchen, bis der Futterspender steht, aber der Aufwand lohnt sich.

    Material:

    - Holzleisten mit quadratischem Querschnitt, ca. 1,8cm dick - das werden die Seitenwände
    - Brett 3,6cm stark oder ein Stück dicke OSB-Platte t - das wird die Bodenplatte
    - Glas oder Plexiglas - damit halten wir das Futter zurück, damit nicht alles auf einmal rausrieselt und gleichzeitig ist es eine Füllstandsanzeige
    - diverse Bretter ca. 1,8cm dick für die Einbauteile (Futterrutsche)
    - Sperrholz oder Leimholzbretter 1,8cm dick für das Dach, Sperrholz 3mm für die Fenster- und Türrahmen
    - Schrauben und Holzkaltleim
    - Balken ca. 5x5cm für den Ständer
    - Holzschutzmittel/ Farbe

    Werkzeug:

    - Säge
    - Sägelehre 45°
    - Anschlagwinkel 90°
    - Schleifpapier
    - Bohrmaschine oder Akkuschrauber
    - Bohrer und Schraubaufsätze (Bits)
    - Schraubzwingen

    einfacher geht alles mit einer Kapp- und Zugsäge, einer Schleifmaschine sowie einer Dekupiersäge für die Feinheiten
    den Blockhauslook bekommt man mit hilfe eines Hobels hin (elektrisch mit Abrichtbank oder einen Handhobel)



    Bau:

    Zuerst müssen wir 72! solcher Einzelteile anfertigen.



    Das Teil am unteren Bildrand wird nicht verwendet, da der große Ast dazu führen kann, dass das Teil auseinanderbricht oder sich beim Verleimen verzieht.

    Diese Teile fertigen wir aus den Leisten mit dem quadratischen Queschnitt, indem wir diese im 45°-Winkel absägen. Solche Leisten kann man kaufen oder wie ich aus einem Leimholzbrett zurechtsägen, das ist wesentlich preisgünstiger. Es sollte möglichst genau gearbeitet werden, damit wirklich alle Teile die gleiche Länge haben - bei mir sind das 17,5cm. Ich habe an den Hölzchen noch eine Phase im 45° Winkel mit dem Elektrohobel abgetragen um eine Blockhausoptik zu erzielen. Es müsste aber auch mit einer Oberfräse ganz gut gehen. Jeweils die von außen sichtbaren Seiten und eine Stirnseite werden schön glatt geschliffen.

    Seid ihr fertig mit den Teilen, habt ihr solch einen großen Haufen:




    Nun werden immer 9 von den Teilen mit der schmalen Seite nach unten und den geschliffenen Stirnseiten nach außen gerichtet so verleimt, dass die angrenzenden Teile der nächsten Wand Naht- und Stoßfrei aneinander passen. Ich habe mir dazu eine Art Schablone gebaut, damit ich die 8 Seitenwände nicht alle einzeln ausrichten muss...

    Wandteile an rechter Schablonenanschlagleiste (dicker als die zurecht gebastelten Klötzchen und auf einem Reststück Arbeitsplatte verschraubt)



    Mit dem Anschlagwinkel exakt im 90°-Winkel zur Schablone ausrichten und mit Schraubzwinge fixieren...



    2 weitere Wandklötzchen zur Hilfe nehmen und auf die Stirnseite stellen - diese kann man in die obere und untere Lücke einklemmen...



    Nun lockern wir die Schraubzwinge ein wenig, so dass wir die unten liegenden Klötzchen schieben können - die beiden mittleren weiter rein, das obere und untere nur so weit, das die Schrägen Stirnseiten der unten liegenden und die der im 45°-Winkel eingeklemmten exakt eine Linie bilden.



    Schraubzwinge wieder festdrehen, den 90°-Winkel wie 2 Schritte vorher noch mals prüfen und ggf. korrigieren und danach die linke Anschlagschine der Schablone ranschieben.
    Zur Kontrolle noch mal nachmessen... Der Abstand zwichen den Schablonenleisten links und rechts sollte nun oben und unten gleich groß sein. An der Restarbeitsplatte mit Schraubzwinge fixieren und festschrauben...



    Am oberen Ende im 90°-Winkel noch einen Anschlag auf der Restarbeitsplatte festgeschraubt - Schablone fertig!



    Jetzt wird es einfacher, da mit Hilfe der Schablone alles total simpel zusammengefügt werden kann. Dazu werden zuerst 3 Reststücke eingelegt und anschließend die Wandklötzchen mit der schmalen Seite nach unten und den geschliffenen Stirnseiten jeweils zur Schablone hin eingelegt, vorher mit Holzkaltleim bestrichen. Das letzte Teil wird nicht mit Leim bestrichen, ein kleines Reststück kommt noch dran für die Schraubzwinge... Zuletzt noch die 2 obersten Reststücke vorsichtig herausnehmen - es darf sich dabei nix verschieben! Nun kann die Schraubzwinge ran...





    So bleibt es nun für etwa 12 Stunden bei ca. 20°C, damit der Holzkaltleim aushärten kann. Die Beiden Reststücke oben und unten dienen nur dazu die Kraft der Schraubzwinge besser zu verteilen und die Wände nicht zu beschädigen. Wichtig bei Arbeit mit Holzkaltleim: Nicht die Dauer des Zusammendrückens entscheidet über die Festigkeit sondern die Stärke der Kraft! Doch Vorsicht - bei zu viel Kraft fliegen euch die Teile wieder auseinander...

    Nun sind die Wände fertig und können zusammengesetzt werden, vorher werden in 4 Teile noch Türöffnungen gesägt und in die 4 anderen Fensteröffnungen. Das geht mit einer Dekupiersäge ganz einfach, aber auch mit einer Laubsäge kann man die Öffnungen herstellen.





    Jetzt ist es an der Zeit die Grundplatte herzustellen. Diese hat die Grundfläche des Hauses, ist jedoch um so viel größer, das ringsum ca. 2,5 bis 3 cm überstehen. Dafür habe ich eine 22mm dicke OSB-Platte genommen und eine Sperrholzplatte 4mm aufgeklebt.



    Von innen zieht man nun mit einem Bleistift die Ränder nach und bohrt 2 gegenüberliegende Löcher für die Schrauben welche dann von unten in die Ecken kommen vor. 2 Schrauben dreht man von unten rein - dazu das Bauwerk ein wenig über die Werkbankkante schieben.



    Dreht man alles auf den Kopf, kann man nun durch die Löcher in der Bodenplatte ganz einfach in die Wände vorbohren und die Wandteile an der Bodenplatte verschrauben. Da es im Freien steht nehme ich dafür Edelstahlschrauben.

    Fehlt noch das Innenleben des Spenders...
    Dazu installiere ich zuerst Innenwände damit kein Futter an die Fenster rutscht welche ich mit einer Plexiglasscheibe verschlossen habe, indem ich diese von innen an die Wand mit kleinen Schrauben befestigte.



    Jetzt Baue ich die Futterrutschen (45°) ein und verschließe die Türen mit Plexiglas wie die Fenster, wobei ich unten einen Spalt von 1,5 cm frei lasse damit das Futter später zu den Türen herausrutschen kann.



    Zeit für das Dach...

    Die Herstellung des Daches kann auf einfache Weise mit speziellen Profilleissten und Sperrholz geschehen oder auch aus Massivholz, welches mit einer Kapp-, Gehrungs-, Zugsäge zurechtgesägt wird. 8 solcher Teile fertige ich dafür an und stelle mir für die Verschraubung untereinander kleine Winkel aus Teilen eines alten Metallbaukastens her.



    Für die Ausführung in Sperrholz lest bitte einfach bei meinem Beitrag "Vogelhaus Triangel" nach wie das geht.

    Nun muss noch ein Rieselschutz als Rand montiert werden. Dazu nimmt man gleich dicke Leisten wie für die Wandteile, nur breiter müssen sie sein. Die Winkel sind auch die gleichen. Die Länge richtet sich nach der größe der Bodenplatte.



    Damit alles schöner aussieht stelle ich nun noch Fenster- und Türrahmen her und bringe diese an.



    Wenn alles fertig ist, dann könnte das Ganze so aussehen:



    Nun noch Dachpappe aufkleben oder evt. kleine Dachschindeln herstellen und diese aufnageln (vorbohren nicht vergessen) und das Dach ist wetterfest...
    Zum Schluß muss nur noch ein Ständer her auf den der Futterspender montiert werden kann.
    Diesen fertige ich aus 4-Kanthölzern an. Anschließend wird der Futterspender daran festgeschraubt.

    Nun kann der "Raubtierfütterung" nichts mehr im Weg stehen.
    Geändert von Salatschnecke (30.11.2018 um 13:16 Uhr)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Erfahrener Händler Avatar von Salatschnecke
    Registriert seit
    01.06.2015
    Ort
    Die Stadt mit 3 O
    Beiträge
    238
    Blog-Einträge
    11
    Hallo zusammen.

    Heute bastel ich ein Rentier für den Vorgarten.

    Ich verwende Holzstämme, Äste und Zweige. Alles bleibt naturbelassen. Wir brauchen keine Schrauben oder anderes Befestigungsmaterial da alles nur gesteckt wird.

    Als Werkzeug wäre eine gute Baumsäge genau das Richtige sowie eine Bohrmaschine und diverse Forstnerbohrer. Auch eine Ast- und eine Rosenschere können hilfreich sein - vor allem beim Geweih. Ein schwerer Hammer und ein Stemmeisen komplettieren das Werkzeug auch schon.

    Ein etwas dickerer Stamm wird auf die entsprechende Länge für den Körper gebracht, einer der ein wenig dünner ist soll der Kopf werden. Äste werden auf Länge geschnitten für die Beine. Nun noch zwei Scheiben (etwa 2cm dick) von dem Körperteil absägen - das werden die Ohren und der Schwanz.

    Mit den Forstnerbohrern bohrt man nun Löcher in den Körper wo die Beine rein sollen. Ich wählte den Bohrer etwas kleiner als der Durchmesser der Beine - dann sitzen die schön fest wenn man sie mit dem Hammer reinschlägt. Bei mir ist das so stabil das ich mich draufsetzen und das Rentier reiten könnte.
    Der Stamm für den Kopf sollte in einem gesunden Verhältnis zum Körper stehen - das ist Geschmackssache... Die Augen habe ich aus Aststücken gesägt und in mit dem Forstnerbohrer hergestellte Löcher in den Kopf eingeschlagen. Die Schlitze für die Ohren habe ich zunächst eingesägt und dann mit dem Stemmeisen herausgearbeitet, beim Schwanz geschieht dies auf gleiche Weise. Damit es besser aussieht habe ich einen Schlitz längs eingesägt um den Mund darzustellen - das muss aber nicht sein. Die Nase wurde genau so hergestellt und befestigt wie die Augen. Die Verbindung zwischen Körper und Kopf habe ich mit einem stück Ast realisiert. Dazu einfach in den Körper und in den Kopf ein passendes Loch gebohrt (siehe Beine) und dann mit kräftigen Hammerschlägen beide Teile zusammenfügen. Legt ein Stück anderes Holz unter damit der Kopf keine Schrammen abbekommt. Das Geweih wird zum Schluss montiert und ist reines Ast- und Zweigwerk einer Fichte. Damit es etwa gleich aussieht habe ich auf der einen Seite noch 2 Stöckchen in vorgebohrte Löcher eingesetzt. Auch diese wurden auf gleiche Weise angebracht wie die Beine. Der Arbeitsaufwand für alles beträgt so über den Daumen 2,5h. Für ungeübte kann es länger dauern.

    So sieht meines aus:



    Viel Spaß beim Nachmachen. Man kann das natürlich auch ein paar Nummern kleiner mit den Kindern für innen basteln.
    Euer Schneggele
    Geändert von Salatschnecke (29.11.2018 um 01:28 Uhr)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Erfahrener Händler Avatar von Salatschnecke
    Registriert seit
    01.06.2015
    Ort
    Die Stadt mit 3 O
    Beiträge
    238
    Blog-Einträge
    11
    Der Frühlung steht vor der Tür! Wird Zeit für ein Spatzenhotel. Unsere Vögel brauchen Nisthilfen weil wir ihren lebensraum zu stark verändern und geeignete Orte zum Brüten immer schwieriger zu finden sind.



    Für das Spatzenhotel brauchen wir nur 20cm breite Bretter mit einer Dicke von 2cm und ein Kantholz ca. 3,5x5,5 cm. Gegebenenfalls eine Leiste ca. 1x1cm wenn man die nicht vom Brett selber absägen will. Eine Säge, Bohrer, Schraubendreher/ Akkuschrauber, Schrauben und die nötigen Bits dazu ist schon alles an Werkzeug was wir benötigen.

    Hier mal ein Bild mit den Teilen die wir brauchen:


    Dach: 20 cm breit, 60 cm lang
    Rückwand: 19 cm breit, 58 cm lang
    Boden: 12 cm breit, 58 cm lang (Löcher in den Boden zur Durchlüftung und Wasserablauf)
    5x Steitenteile/ Trennwände 12 cm breit, 17 cm lang
    4x Front 12 cm breit, 13,5 cm lang (hier müssen Schrägen eingesägt werden)
    1x Kantholz 3,5x5,5 cm, 58 cm lang (hier müssen Schrägen eingesägt werden)
    1 Leiste ca. 1x1 cm und 58 cm lang
    1 Brett für die Front ca. 4cm Breit und 58 cm lang

    Die Teile werden zunächst alle zurechtgesägt und in die 4 Fronten sowie das Kantholz die Schrägen eingebracht wie hier zu sehen:



    Nun kann auf die Bodenplatte links und rechts die Außenwand geschraubt werden. Habt ihr das, dann befestigt am besten die Rückwand.
    Dann kommen die 3 Zwischenwände rein. Das geht am besten wenn man die 4 Fronten auf die Bodenplatte legt und die Trennwände dazwischen stellt. Die Fronten sollten etwas Spiel haben und müssen mit den eingesägten Schrägen nach vorn zeigen! Das ist nötig damit wir später (im September in etwa) die Fronten herausnehmen und das Hotel reinigen können.

    Habt ihr die Trennwände drin, dann stellt die Fronten an ihren Platz. Diese werden mit der schmalen leiste alle miteinander verbunden, so kann man später alle Türen gleichzeitig herausnehmen.



    Nun kommt nur noch das 4cm breite Brett unten an die Vorderseite - dies sollte unten ein kleines Stück länger sein damit eventuell Regenwasser besser ablaufen kann. Ich habe dies noch 45° abgehobelt damit es besser aussieht - das muss aber nicht sein.
    Das Kantholz mit den eingeschnittenen Schrägen noch am Dach anschrauben, so das die eingesägten Schrägen nach unten und nach innen zeigen.
    Zwischen dem Kantholz und dem schmalen Brett unten muss so viel Platz sein, das wir die Fronten schräg einfädeln können. Diese dann ganz nach unten drücken auf die Bodenplatte - fertig.



    Jetzt noch Dach, Seitenteile und die Leiste vorn mit einer wasserlöslichen Außenfarbe streichen (keine Schadstoffe ans Hotel!) und es sollte uns und die Gäste mehrere Jahre erfreuen.
    Befästigt wird es sicher vor Katzen und Mardern am besten an einer nach Osten bis Südosten ausgerichteten Schuppen- oder Hauswand.

    Viel Spaß beim Nachbasteln
    Geändert von Salatschnecke (03.02.2019 um 18:40 Uhr)

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Erfahrener Händler Avatar von Salatschnecke
    Registriert seit
    01.06.2015
    Ort
    Die Stadt mit 3 O
    Beiträge
    238
    Blog-Einträge
    11
    Baumstammzwerge

    Hallo ihr lieben.

    Einige werden wohl schon meine diesjährige Bastelei vermissen.

    Nun denn: Dieses Jahr Baumstammzwerge...

    Wie immer gilt: Schützt eure Augen, Haare und Hände bei der Arbeit mit schnelldrehenden Maschinen/Werkzeugen und scharfen Gegenständen.

    Material:

    - Baumstämme oder auch Äste (je nach dem wie groß das Ganze werden soll)
    - Wetterschutzfarbe
    - eine alte Gardinenstange aus Holz (alternativ ein Rundholz kaufen oder einfach Zweige verwenden)
    - Befestigungsmaterial für die Nasen (bei mir 4mm Gewindestange)

    Werkzeuge:

    - Kettensäge (bitte Vorsicht mit einem solchen Gerät, lasst euch die Stämme von jemanden mit genug Erfahrung oder besser noch einem Kettensägeschein zurechtschneiden, dass kann echt böse enden)
    - gegebenenfalls Handsäge oder Bügelsäge anstatt einer Kettensäge
    - Pinsel
    - Bohrmaschine oder Akkuschrauber
    - Holzbohrer
    - Schleifpapier und Rundschleifaufsatz für den Akkuschrauber/Bohrmaschine oder auch ein Bandschleifer
    - Eisensäge/Winkelschleifer


    Herstellung:

    Zuerst wie gesagt das Rohmaterial zurechtstutzen. Ein Sägewinkel von ca. 70° (rein zufällig das gleiche wie bei einer Leiter - so als Anhaltspunkt) ergibt ein ganz gutes Bild.
    Mit dem Winkel kann man beeinflussen wie rundlich oder länglich die Gesichter aussehen sollen. Ich habe die Winkel variiert. Wenn man einen Stamm/Ast mit einem Ast/Zweig hat, kann man genau durch diesen durchschneiden, so entstehen dann Spitzbärte oder auch spitzere Zipfelmützen.

    Habt ihr alles zurechtgesägt, dann ist es sehr zu empfehlen die Schnittflächen zu glätten. Das geht bei den Baumstämmen mit einem Rundschleifaufsatz für den Akkuschrauber ganz gut, am besten Schleifpapier mit ner 80er Körnung verwenden - das spart Zeit. Hinterher noch mal mit 120er drüber - fertig. Die Stämme und Schnittflächen gründlich von Schleifstaub befreien!

    Nun gehts auch schon ans Gestalten. Der Fantasie sind keine grenzen gesetzt. Ich habe Wetterschutzfarbe in kleinen Dosen gekauft. Rot, gelb, blau, schwarz und weiß reichen. Das kostet immerhin schon mal 30 €. Alle anderen Farben stelle ich mit der Mischpalette selbst her. Am längsten dauert das trocknen der Farbe. Ich habe alles 3x gestrichen um die Haltbarkeit zu erhöhen - immerhin stehen die ja draußen.

    Während der Trocknungsphasen habe ich die Nasen gebastelt. Eine alte Holzgardinenstange in ca. 8cm lange stücke geschnitten und dann ein 4mm Loch in die Mitte des Durchmessers gebohrt. In dieses Loch ein Stück Gewindestange 5mm eingeschraubt - das hält von allein, da sich das Gewinde von selbst in das 4mm Loch reinschneidet. Nun noch die Spitzen zurechtmachen. Bohrmaschine mit Schleifteller und Akkuschrauber in dem die Nase eingespannt wird sind hervorragend geeignet. Beides dreht schnell und sorgt so rasch für das gewünschte Ergebnis. Bei Bedarf die Nasen noch ein wenig kürzen, auf 8cm hatte ich die nur, damit ich mehr Material für's hantieren beim Bearbeiten hatte.

    Wenn die Stämme trocken sind, dann werden nur noch 4mm Löcher für die Nasen gebohrt. Die lassen sich einfacher einschrauben, wenn man mit einem Stück 5mm Gewindestange im Akkuschrauber ein "Gewinde" in die Löcher in den Stämmen vorschneidet. Ihr macht euch sonst zur Wurst.

    Hier noch ein paar Bilder:

    Rohlinge:


    Fertige Zwerge:


    lustiges Treiben im Vorgarten:
    Geändert von Salatschnecke (vor einer Woche um 11:46 Uhr)

+ Antworten

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein